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Vor der Schule noch zur Feuerwehr

Brandschutzaufklärung im Kindergarten an der Breslauer Straße und beim Löschzug Vlotho

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Vlotho (va). So unendlich viele Schläuche. Und dann diese tollen Anzüge. Die Feuerwehr Vlotho ist ja "sooooo" interessant. Diese Meinung vertraten gestern die Schulanfänger des Kindergartens Breslauer Straße.

Beim Nachwuchs spielt die Wehr derzeit eine gewichtige Rolle. Soeben war Wolfgang Kenneweg im Kindergarten und hat den Kleinen alles über das richtige Verhalten im Brandfall vermittelt, darunter die "berühmte" Nummer 112 und die Fragen: Wer ruft an, was ist passiert, wo ist es passiert? Ganz wichtig: im heißen Falle des Falles nicht unterm Sofa verstecken, sondern laut am Fenster "Feuer - Feuer - Feuer" rufen.

Welcher Apparat nach dem Notruf in Gang gesetzt wird, erfuhren die Kinder dann gestern aus erster Hand. Vlothos Löschzugführer Dirk Rethmeier präsentierte mit seinen Kameraden die Fahrzeugflotte, die neue Drehleiter und das noch junge Einsatzboot für die Weser.

Monja war ganz begeistert, hatte aber schon ein wenig Vorwissen. "Ich habe zu Hause einen Feuerwehrwagen als Spielzeug", sagte die Sechsjährige. Wie schwer die Utensilien im "Bauch" der Autos sind, erstaunte dann aber doch. Die Rettungsschere konnte nur Dirk Rethmeier heben. Benjamin (6) nahm mit der Warnleuchte Vorlieb.

Nur im ersten Moment erschraken einige der Kinder vor dem Mann mit schwerem Atemschutz. Als der dann aber trotz seiner Maske sprach, war die Sorge verflogen. Bis zu 25 Minuten Atemluft führt der Feuerwehrmann in der Flasche mit sich. Ein Messgerät zeigt, wann er den verrauchten Einsatzort verlassen muss.

"Gut, dass es die Feuerwehr gibt", meinte Kevin (6). Wenn es mal irgendwo brennt, dann könne man sicher sein, dass die roten Fahrzeuge mit Tatü-Tata anrückten. Vorausgesetzt natürlich, sie sind korrekt informiert worden. Erstaunt waren die "Schukis" über den Mannschaftsraum, in dem "unzählige" Jacken hängen. Und schon kam die Frage: "Woher wissen alle, wem welche Jacke gehört?" Kein Problem: Jeder Spint ist namentlich gekennzeichnet - und auch auf den Helmen steht der Name drauf. Außerdem: Einsätze werden so oft geübt, da weiß jeder Wehrmann und jede Wehrfrau im Schlaf, wo der eigene Anzug hängt.

Die Aufklärung der Kleinsten ist der Vlothoer Feuerwehr wichtig, Brandschutzerziehung wird seit einigen Jahren intensiv auch in den Kindergärten betrieben.

Gestern beeindruckten nicht nur die Fahrzeuge, auch das Brandhaus und eine Lkw-Windschutzscheibe, mit der Unfallszenen simuliert werden. Zuletzt durften die Kinder - begleitet von den Erzieherinnen Renate Linnenbecker und Marion Ellbracht - mit echtem Feuerwehrhelm und dicker Schutzjacke mit dem Strahlrohr hantieren.


Quelle: Vlothoer Anzeiger, 20.04.2010