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Feuerwehr Vlotho probt Einsatz bei Firma Kannegiesser
Wehrleute trainieren für Großbrand in Fabrikhalle

Übung Kannegiesser

Feueralarm bei der Firma Kannegiesser: Knapp 90 Wehrleute sind am Donnerstagabend bei dem Hersteller für Wäschereimaschinen im Einsatz gewesen, um den Ernstfall zu üben. Das Szenario: Rauchentwicklung in der riesigen Produktionshallen 2, vermisste Personen in der Firma, Aufbau einer Wasserversorgung und Löschwasserrückhaltung.

Um 18:10 Uhr erfolgte die erste Alarmierung mit dem Stichwort „Brandmeldeanlage- Feuer im Objekt - Stufe 1“ . Zuerst trifft die örtliche Löschgruppe Steinbründorf ein. Sie stellt den ersten Trupp, der sich mit Atemschutz ausrüstet und bereits nach kurzer Zeit zur Menschenrettung die entsprechende Halle betritt. Unterstützung erhält die Löschgruppe um Löschgruppenführer Friedrich-Wilhelm Böke durch die beiden Sonderfahrzeuge des Löschzugs Vlotho, dem Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50) und der Drehleiter (DLK 23/12).

Abschnittsleiter für die Menschenrettung ist der stellvertretende Vlothoer Wehrführer André Storck. Kurze und präzise Absprachen werden mit Löschgruppenführer Böke und dem stellvertretendem Löschzugführer Thomas Twelsiek getroffen. Brandinspektor Twelsiek, zuständig für die beiden Sonderfahrzeuge, koordiniert die Wasserversorgung für den Innenangriff und die anschließende Brandbekämpfung von der Drehleiter.

Minuten später treffen die nachalarmierten Kräfte aus Vlotho, Uffeln, Bonneberg und Exter ein. Aufgrund der unklaren Einsatzlage hatte Einsatzleiter Torsten Sievering Vollalarm für die gesamte Wehr auslösen lassen. Die Wasserversorgung unter Abschnittsleiter Dirk Rethmeier wird aus der firmeneigenen Zisterne aufgebaut. Ein Löschgruppen- und ein Tanklöschfahrzeug sowie eine Tragkraftspritze fördern in Spitzenzeiten bis zu 4.500 Liter Löschwasser aus der Zisterne. Zusätzlich bauen die Löschgruppen Bonneberg und Uffeln vom Hydranten an der Straße vor dem Werksgelände eine weitere Wasserversorgung auf.

Als sich herausstellt, dass sich keine Arbeiter mehr in der Halle befinden, wird der Innenangriff abgebrochen. Insgesamt sechs Trupps unter Atemschutz hatten die Produktionshalle nach einem speziellen Raster abgesucht. Die simulierte Wärmestrahlung und Brandausbreitung ist zu groß geworden. Von der Drehleiter und aus zwei B- und vier C- Rohren wird Löschwasser abgegeben. In Spitzenzeiten werden über 5.000 Liter gleichzeitig abgegeben, um die Leistung der Zisterne und des Hydranten zu testen.

"Wir üben jetzt für den Fall, dass das Feuer durch das Dach gebrochen ist", erläutert der Vlothoer Wehrführer Torsten Sievering. Damit aufgrund der Strahlungswärme nicht die Öltanks in Mitleidenschaft gezogen werden, kühlen die Wehrleute diese ab. Das virtuelle Feuer hat sich unterdessen auf dem Gelände ausgebreitet, auch hier sind die Wehrleute im Einsatz. Für diesen Bereich und die wichtige Löschwasserrückhaltung, die Firma Kannegiesser grenzt an einem Wasserschutzgebiet, hat Abschnittsleiter Thomas Püßmeier den Abschnitt aus Löschwasserrückhaltung und Bereitstellungsraum übernommen.

Einmal im Jahr wird solch ein Großeinsatz geprobt. Getestet wird nicht nur die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute und des Löschgeräts, sondern auch die Kommunikation. "Alle drei im Funkkonzept festgelegten notwendigen Funkkanäle für die Brandbekämpfung, den Atemschutzeinsatz im Innenangriff und die Führungsebene haben funktioniert", so Stadtbrandinspektor Torsten Sievering abschließend.Vogelsang


 
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