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20. Orientierungslauf der Jugendfeuerwehr Vlotho
24 Gruppen nahmen bei strahlendem Sonnenschein teil

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Fronleichnam ist für die Jugendfeuerwehren seit Jahren ein besonderer Feiertag. Dann trifft sich der Feuerwehrnachwuchs aus nah und fern zum Orientierungslauf an der Weser. In diesem Jahr fand die originelle Veranstaltung bereits zum 20. Mal statt. 24 Gruppen aus den Kreisen Herford und Lippe waren dabei. Sie alle hatten das Ziel, einen der begehrten Siegerpreise mit nach Hause zu nehmen.
Fand der O-Lauf in früherer Zeit als Rundkurs um das Gerätehaus Am Bullerbach statt, hatten sich Stadtjugendfeuerwehrwartin Natascha Meier und ihr Team diesmal etwas Besonderes ausgedacht. Per „Shuttle-Transfer“ ging es mit dem Mannschaftstransporter vom „Haus der Feuerwehr“ zur Burg auf den Amtshausberg; die liegt rund 100 Meter über dem Pegel der Weser. Dort angekommen, musste das Gelände erkundet werden. Rund um die Burg Vlotho waren dazu diverse Infotafeln zu sichten, um die passenden Antworten für einen Fragebogen zu finden. Dafür hatten die Gruppen genau fünf Minuten zur Verfügung. Es blieb damit keine Zeit, um den schönen Ausblick zu genießen.
Im Anschluss startete der eigentliche Orientierungslauf. Mit einer Straßenkarte in den Händen und dem Laufzettel im Gepäck, ging es auf „Wanderschaft“. Während der rund viereinhalb Kilometer langen Laufstrecke mussten an mehreren Stationen weitere Aufgaben gelöst werden, die Schnelligkeit und Geschicklichkeit forderten. Natürlich gab es auch Verpflegungspunkte, an denen die Teams mit erfrischenden Getränken versorgt wurden.
An der zweiten Station wartete ein extra großes Mikado-Spiel auf die O-Läufer, das mit ruhiger Hand gemeistert werden musste. Station 3. führte die Jungfeuerwehrleute auf einen Reiterhof. Im Schatten einer großen Eiche pendelte ein Eimer an einem Seil. Hier mussten nach Möglichkeit 25 „Flummis“ treffsicher platziert werden. Und das war gar nicht so einfach, denn oft sprangen die „störrischen“ Gummibälle wieder aus dem Eimer. An der Grundschule Bonneberg erwartete Kreisjugendfeuerwehrwart Wolfgang Kenneweg „seine“ Schützlinge. In Anlehnung an den Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehr hatte Kenneweg einen sportlichen Parcours aufgebaut. Dabei standen Hindernisse im Weg und es mussten auch noch drei C-Schläuche verlegt werden.
Jetzt waren die Gruppen dem Zielpunkt, der Feuer- und Rettungswache Am Bullerbach, schon deutlich näher gekommen. Vorher waren allerdings noch die Betreuer gefordert. Sie mussten am Gerätehaus Bonneberg bei einem Tanzspiel Extrapunkte ergattern – und zwar mit der Videospielkonsole. Das war eine echte Herausforderung für die Erwachsenen, denn niemand war auf einen solchen „Auftritt“ vorbereitet. Am Zielpunkt angekommen erledigten die Jugendlichen die letzten beiden Aufgaben. Wasserbomben wurden per Kübelspritze gefüllt und durch ein Loch in einem Nagelbrett geworfen. Am Ende zählte die so „geförderte“ Wassermenge. Beim letzten Spiel galt es Augenmaß zu beweisen: Wasser musste möglichst gleichmäßig in zwei Eimer gespritzt werden, die rechts und links an einer „Balkenwaage“ hingen; denn unter jedem Eimer befand sich ein Nagel, der einen Ballon zum Platzen brachte, sobald das Gleichgewicht verloren ging. Auch hier zählte die in den Eimern gesammelte Wassermenge.
Zur Siegerehrung begrüßte Jugendwartin Natascha Meier zahlreiche Ehrengäste. Grußworte gab es vom Bürgermeister der Stadt Vlotho, Bernd Stute, und vom Wehrführer Torsten Sievering zu hören. „Vielen Dank für die Organisation an die Feuerwehr Vlotho. Der 20. Orientierungslauf ist eine tolle Sache“, freute sich der Bürgermeister. Stute nutzte die Gelegenheit und klärte die rund 200 Anwesenden auf: „Wolfgang Kenneweg ist vor wenigen Tagen mit der Goldenen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet worden!“ Die sei erst zum vierten Mal im Kreis Herford verliehen worden und gleich zwei Kameraden aus Vlotho dürften sie jetzt tragen, erklärte er stolz mit Blick auf Wolfgang Kenneweg und Ehrenwehrführer Dieter Rethmeier. Wolfgang Kenneweg, der in Kürze aus Altersgründen aus dem Amt scheidet, bedankte sich seinerseits: „Nur mit einem guten Team im Rücken kann man über 22 Jahre hinweg eine solche Arbeit leisten.“
Bevor es an die Verkündung der Siegermannschaften ging, bat Natascha Meier Helmut Meise nach vorne. „Seit 20 Jahren unterstützt Helmut die Jugendfeuerwehr.“ Dafür gab es als Dankeschön ein Geschenk. Auch bei den Kameraden der Feuerwehr Vlotho bedankte sich Meier für die Unterstützung über all die Jahre hinweg.
Nun war die Spannung auf dem Höhepunkt. Zunächst wurde die Gruppe der Jugendfeuerwehr Hohenhausen (Kreis Lippe) mit dem Fairnesspokal bedacht. Anschließend bekam jede Gruppe eine gerahmte Urkunde mit einem persönlichen Erinnerungsfoto überreicht. Die Urkunde für den 4. Platz hatten die Veranstalter zusätzlich mit einem kleinen „Pechvogel“ verziert; denn erst ab Rang 3 gab es kleine Geschenke für die Jugendgruppen. Der erste Platz blieb übrigens gleich in Vlotho: Er ging allerdings nicht an die Jugendfeuerwehr, sondern an den Nachwuchs des Technischen Hilfswerks aus der Weserstadt.


Von Jens Meyer
(Text und Fotos)



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