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Jubiläum der Jugendfeuerwehr Vlotho: Zum 20-jährigen Bestehen wurde der
18. Orientierungslauf ausgetragen
Feierstunde im „Haus der Feuerwehr“, 38 Gruppen marschierten auf den Bonneberg, Gruppen aus Lippe vorne


Jubiläum

Auf 20 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit blickt die Feuerwehr Vlotho in diesem Jahr zurück. Der traditionelle Orientierungslauf am Fronleichnamsfeiertag bot gleichzeitig den passenden Rahmen für eine kleine Feierstunde zum Jubiläum. Der Lauf hat dabei eine fast ebenso lange Geschichte, wie die Jugendgruppe Vlotho selber; denn im Jahr 2009 jährte sich die Veranstaltung bereits zum 18. Mal. Insgesamt 38 Gruppen (!), darunter ein großes Teilnehmerfeld aus den Nachbarkreisen Lippe und Minden/Lübbecke, konnte Jugendwartin Natascha Meier zum diesjährigen Event am „Haus der Feuerwehr“ unterhalb des Bonneberges begrüßen.

Gegen Abend erreichten die Weserstadt sogar noch einige Sonnenstrahlen. Doch da hatten sich die Ehrengäste zusammen mit den rund 250 Mädchen und Jungen aus den Jugendfeuerwehren in der Fahrzeughalle des Gerätehauses Am Bullerbach versammelt.  „Junge Menschen setzen sich in ihrer Freizeit für die Belange der Allgemeinheit ein“, lobte der stellvertretende Landrat Dietrich Thiede die Jugendfeuerwehrarbeit. „Ich ermutige Euch, in der aktiven Wehr mit der gleichen  Begeisterung dabei zu sein,“ so Thiede. Vlothos  Bürgermeister Bernd Stute stellte darüber hinaus klar: „In Vlotho haben immer die Richtigen verantwortungsvolle Jugendarbeit geleistet.“ Der Bürgermeister war übrigens bereits bei der Gründungsversammlung der Jugendfeuerwehr Vlotho mit dabei, damals allerdings noch als stellvertretender Ordnungsamtsleiter. Zu den weiteren Ehrengästen zählten Landesjugendfeuerwehrwart Andreas Psiorz, stellvertretender Kreisbrandmeister Bernd Kröger und Ehrenkreisbrandmeister Dieter Wilkening. 30 bis 40 junge Feuerwehrleute wechselten Jahr für Jahr aus den Jugendgruppen in die aktiven Einsatzabteilungen, sagte Bernd Kröger in seiner Laudatio. „Jeder Euro ist deshalb bei der Jugendfeuerwehr gut angelegt!“

Als Gründungsväter der Jugendfeuerwehr Vlotho gelten Stadtbrandmeister a.D. Dieter Rethmeier und Kreisjugendfeuerwehrwart Wolfgang Kenneweg, der die Gruppe bis Januar 2001 als Jugendwart leitete. Dann übernahm Tochter Natascha die Führung. Die engagierte Feuerwehrfrau gehörte bereits im Jahr 1989 zur Anfangsformation. Viel wurde seit jenen Gründungstagen unternommen. Besonders gern denkt Wolfgang Kenneweg an die zahlreichen Jugendfreizeiten zurück. So ging es im Februar 1990, kurz nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze, in den Harz. Die Feuerwehrjugend aus der Weserstadt übernachtete hier in Braunlage im „Haus der Waldjugend“ und besuchte die Feuerwehr in Nordhausen (Sachsen-Anhalt). Auch in diesem Jahr waren die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Vlotho bereits auf Tour. So führte die Jubiläumsfreizeit am Pfingstwochenende nach Rendsburg (Schleswig-Holstein). Die Nachwuchsgruppe aus der Weserstadt belebte im Übrigen in den letzten Jahren die Städtepartnerschaft Herford/ Voiron (Frankreich)/ Sibenik (Kroatien). Drei Besuche in Voiron hätten bereits stattgefunden, berichtete Natascha Meier. „Die Landschaft am Fuße der französischen Alpen ist wirklich wunderschön“, so die Vlothoer Jugendwartin. „Während der Gegenbesuche in Vlotho wurden dann mit den Feuerwehrabordnungen aus Voiron Tagesausflüge nach Hamburg, zur Schachtschleuse Minden und Adlerwarte Berlebeck unternommen.“ Unvergessen geblieben ist für Wolfgang  Kenneweg der Gastauftritt mit der Kinderpuppenbühne in Hooksiel an der Nordsee vor einigen Jahren. „Damals hat die Jugendfeuerwehr Vlotho vor rund 80 begeisterten Kindern Kaspertheater gespielt,“ erinnerte sich Kenneweg. Das Theaterstück sei dabei ein Beitrag zur Brandschutzerziehung gewesen.

51 Mädchen und Jungen seien im Verlaufe der zurückliegenden zwei Jahrzehnte in die fünf Stadtteilwehren übergewechselt, erinnerte Wehrführer Torsten Sievering. „Wie sähen die Zahlen der aktiven Mitglieder beim Löschzug Vlotho und den Löschgruppen Bonneberg, Exter, Steinbründorf und Uffeln ohne die Jugendfeuerwehr aus?“

Den Gesamtsieg des Orientierungslaufs sicherte sich in diesem Jahr die Jugendfeuerwehr aus Kalletal-Bentorf (1.485 Punkte) , gefolgt von den Gruppen Kalletal-Hohenhausen (1.467 Punkte) und Löhne-Bahnhof 2 (1.424 Punkte). Für besonders umsichtiges Verhalten wurden die Mädchen und Jungen aus Extertal-Almena mit dem Fairnesspokal ausgezeichnet.  Im Verlaufe des Orientierungsmarsches über rund 2,5 Kilometer war die Feuerwehrjugend an sieben Stationen gefordert. So musste am Gerätehaus Bonneberg eine Waage mit dem Wasserschlauch im Gleichgewicht gehalten werden. An anderer Stelle hatten die Mädchen und Jungen Geschick beim Minigolfspiel zu zeigen und Allgemeinwissen beim Silbenrätsel unter Beweis zu stellen. Die Siegermannschaft aus Bentorf  bekam  neben dem Wanderpokal ein Ballnetz mit Fuß-, Volley- und Basketbällen überreicht.

  J. Vogelsang
  (Text u. Fotos)

Die Platzierungen 1. bis 10. im Einzelnen:

Bentorf (1), Hohenhausen (2), Löhne-Bhf. 2 (3), Bad Oeynhausen-Rheme 2 (4), Bad Oeynhausen-Rheme 1 (5), Almena (6), Herford-Mitte 1 (7), Langenholzhausen (8), Talle (9), Kirchlengern 2 (10).


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