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Mai-Übung auch bei der Jugendfeuerwehr

JFW Übung

Anfang Mai traf sich die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Vlotho  zum regulären Dienstabend ohne richtig zu wissen, was die Betreuer sich wieder haben einfallen lassen. Auf dem Dienstplan stand nur "Mai-Übung"….. "Was machen wir denn heute?" so Marah Linder.  Auch die anderen Jugendlichen konnten Ihre Neugier nicht unterdrücken und waren überrascht, als das Löschgruppenfahrzeug der Löschgruppe Steinbründorf und der Mannschaftstransportwagen der Jugendfeuerwehr vorfuhren.
 
Den Dienstabend hatten Betreuerin Kerstin Schulze und Brandmeister Ralf Wallbaum (Löschgruppe Steinbründorf) von langer Hand geplant. Ohne zu wissen, wo es hin ging, verteilten sich die Jugendlichen auf die beiden Fahrzeuge. Aufgrund des schönen Wetters gab es diesmal eine Übung außerhalb des Geländes rund um den Jugendraum.

Gruppenführer Ralf Wallbaum und Betreuer Benjamin Müller fuhren die Jugendlichen zu einem leerstehenden Haus an der Salzuflener Straße. Gemäß Feuerwehrdienstvorschrift traten die Jugendlichen hinter dem Fahrzeug an. Die beiden Übungsplaner erkundeten zusammen mit den Jugendlichen Marah Linder und Lena Schumacher-Kuhlmann die Umgebung, die Jugendlichen hatten derweil die Aufgaben, sich selbstständig in vorgehende Trupps einzuteilen.  Nach erfolgreicher Erkundung kam ihr Gruppenführer zurück zur Gruppe, doch seine vorherige Begleitung fehlte.  

Das Übungszenario war also "Wohnhausbrand mit zwei vermissten Personen". Damit dieses nicht zu einfach wurde, wurde der Großteil der Fenster verdunkelt, so dass die Jugendlich einen kleinen Eindruck der sogenannten Nullsicht bekamen.
Nach einer Wiederholung der Aufgaben, die jeder eingeteilte Trupp zu erledigen hat, begann die Übung mit der Wiederholung des Befehls durch den Angriffstrupp.
Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten (natürlich ohne echte Atemluftflaschen und ohne Atemschutzmasken), Funkgerät, Lampe und Strahlrohr machte sich der Angriffstrupp auf dem Weg zur Haustür des Gebäudes. Angriffstruppführer Eric Steven Koch und seine Truppmänner/-frauen  Lavinia Schröder und Jan Kuhlmann durchsuchten Raum für Raum und gaben entsprechende Rückmeldung über Funk an den Gruppenführer. So wusste dieser genau wo sich der Trupp aufhielt, was später noch getestet wurde indem Jugendfeuerwehrmitglied Kassandra Schröder den Trupp nur anhand dieser Angaben finden musste. Nach kurzer Zeit gab der Angriffstrupp die Rückmeldung "Eine vermisste Person gefunden"!  Nach Ansprechen und leichtem Rütteln stellte sich heraus, die gefundene Person war nicht ansprechbar und keine Vitalfunktionen waren vorhanden.  Der Trupp reagierte sofort  und begab sich sofort mittels Crash-Rettung mit der bewusstlosen Person nach draußen.  

Währenddessen hatte sich der Sicherheitstrupp, Tim Niedernolte und Fabian Schürmann, bereits ebenfalls mit Atemschutzgerät, Lampe und Strahlrohr ausgerüstet und war bereit für den Einsatz.  Schnell bekamen die beiden Jugendlichen ihren Auftrag, denn eine vermisste Person war noch nicht gefunden worden. Da der Trupp aufmerksam die Rückmeldungen des vorherigen Trupps verfolgt hatte, durchschten sie gezielt die anderen Räume. Nach einer Weile wurde auch die zweite Person gefunden. Zum Glück war diese ansprechbar und konnte mit Hilfe durch Abstützen selbstständig das Gebäude verlassen. Lena Schumacher-Kuhlmann hatte sich beim Aufräumen in der kleinen Kammer verletzt und humpelte, gestützt vom Truppführer Tim Niedernolte, ins Freie.
Unsere beiden vermissten Personen sind selbstverständlich durch den Schlauchtrupp betreut und verarztet worden.   Den beiden geht es natürlich gut und sie sind putzmunter, aber ihre Rollen an diesem Abend haben die beiden sehr gut gespielt.
 
Zurück am Jugendraum gab es eine Aussprache und jeder der Jugendlichen bekam die Chance Lob und Kritik zu äußern. "Ich fand die Übung sehr gut und haben viel gelernt, gerade wie man in einem verrauchten Haus vorgehen würde", so Jugendfeuerwehrmitglied Jan Kuhlmann.  Die Organisatoren bekamen ein sehr großes Lob und die Jugendlichen äußerten den Wunsch, diese Art der Übungen im Sommer öfter machen zu können.  "Darüber hat sich das Betreuerteam bereits Gedanken gemacht und wir werden dieses gern umsetzen, gern auch mal in Form eines verlängerten Dienstabends." so Jugendwartin Nadine Oelker