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Nicht immer war es für die Kameraden der Feuerwehr Vlotho einfach, Hydranten zu finden. 
Schnee, Schmutz oder defekte Hinweisschilder sind oft dafür verantwortlich. Per Navigationsgerät lassen sich die Hydranten nun künftig schneller orten.

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Wenn bei einem der nächsten Einsätze der Feuerwehr Vlotho ein Hydrant für die Wasserversorgung benötigt wird, so wird dessen Standort schon während der Anfahrt ermittelt werden können. Sobald sich ein Löschfahrzeug einem Hydranten nähert, wird dies auf dem eingebauten Navigationssystem angezeigt.
Das System beinhaltet mittlerweile über 900 Hydranten und Zisternen der Stadt Vlotho.
In über 250 Stunden haben viele Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden Hydranten gesucht, gewartet und geprüft. Jeder einzelne Hydrant musste dann noch im Computer eingepflegt werden. „Die Arbeit war zwar anstrengend, hat sich aber gelohnt“, so der stellvertretende Wehrführer André Storck, der für die Einpflegung in die Navigationsgeräte maßgeblich verantwortlich ist.
Die Hydrantenpläne wurden mittels der Software „Google Earth“ digitalisiert und mit einem speziellen Programm für die Geräte angepasst. Auf der digitalen Karte werden der Standort des Hydranten, der Durchmesser und das entsprechende Wasserversorgungsunternehmen angezeigt.
So kann bei einem Hydranten mit geringem Durchmesser sofort ein Hydrant mit einem größeren Durchfluss gefunden werden.
Schon auf der Anfahrt zum Einsatzort wird dem Einheitsführer und dem Maschinisten gezeigt, wo sich der nächste geeignete Hydrant oder eine Zisterne befindet. Hier können dann bereits Entscheidungen bezüglich des Aufstellungsortes oder auch Nachforderungen getroffen werden.
Das Navigationsgerät kann natürlich weiterhin zum Navigieren genutzt werden, das Hydranten-System läuft unabhängig von der eingegebenen Route mit.
Mittlerweile hat sich die Idee dahingehend weiterentwickelt, dass nun nicht mehr nur Hydranten auf dem System gezeigt werden. Durch Hinweise von anderen Kameraden wurde das System hinreichend erweitert:
Alle bekannten Photovoltaikanlagen wurden über das gleiche System mit eigepflegt.
Bei der Anfahrt zu besonderen Einsatzorten, zu denen es Alarmpläne und spezielle Informationen gibt, sind auch diese bereits erkennbar.
5 Navigationsgeräte wurden in 2011 von den Stadtwerken gesponsert. Weitere 5 Geräte wurden von der Feuerwehr selbst beschafft, als erkannt wurde, wie effektiv das System für uns ist, erklärt Torsten Sievering, Leiter der Feuerwehr Vlotho mit stolzem Blick auf die Leistung seiner Kameraden.
Unterstützung erhielt die Feuerwehr Vlotho auch durch Holger Klann, von der Feuerwehr Kirchlengern.


 
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