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Moderner Feuerwehrstützpunkt auf dem Buhn
Neues Gerätehaus der Löschgruppe Vlotho-Uffeln eingeweiht

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Vlotho. Freitag, der 13. Oktober 2017 hat der Löschgruppe Vlotho-Uffeln alles andere als Unglück gebracht. An diesem Tag floss vielmehr die eine oder andere Freudenträne: Nach knapp einjähriger Bauzeit hat die Einheit ihr neues Gerätehaus bezogen, das während einer Feierstunde eingeweiht wurde. Eine entbehrungsreiche Zeit ist damit zu Ende gegangen.  Die Feuerwehr Vlotho verfügt  nun über einen modernen Stützpunkt östlich der Weser, um den Menschen im Notfall bestmöglich helfen zu können.   Rund 800.000 Euro hat die Stadt  für den Neubau, der an alter Stelle auf dem Buhn entstand, investiert. Noch am Mittwoch waren die letzten Pflastersteine verlegt worden.

Bürgermeister Rocco Wilken hielt einen großen, symbolischen Schlüssel in den Händen, als er am Freitagabend  die Gäste im neuen Domizil der Löschgruppe Uffeln am Harksiek  begrüßte.  Einen besonderen Dank richtete er an Amtsvorgänger Bernd Stute und Ortsvorsteher Horst Witte. Die beiden hätten entscheidend dazu beigetragen, den Antrag zum Bau des neuen Gerätehauses auf den Weg zu bringen. Wilken bezeichnete die Feuerwehrleute als wichtige Partner:  „Nicht nur weil Ihr Brände löscht, sondern auch, weil Ihr im Sozialraum ein ganz wichtiger Pfeiler seid!“ Mit den Worten „Allzeit gut Wehr!“ reichte er den symbolischen Schlüssel an Wehrführer Torsten Sievering weiter. Die Menschen können stolz sein, ein solches Gebäude im Ort zu haben, sagte Kreisordnungsamtsleiterin Silke Vahrson-Hildebrand. „Das ist ein Ort der Begegnung, wo das Ehrenamt gelebt wird!“   Kreisbrandmeister Wolfgang Hackländer schloss sich ihren Worten an. Ein Gerätehaus sei für die Feuerwehrleute immer auch ein zweites Zuhause. „Ich wünsche Euch, dass Ihr hier neben der Ausbildung gemeinsam viele schöne Stunden verbringt und von hier aus alle Einsätze erfolgreich bestreiten könnt.“ Torsten Sievering bedankte sich bei den Feuerwehrleuten für die tatkräftige Mithilfe. Heinz Töbing, Klaus Pieper und Heinz Diekmeier erwähnte er besonders. Die drei Feuerwehrrentner gehören seit 60 Jahren zur Löschgruppe Uffeln. Beim Abriss des alten Gerätehauses seien Tränen vergossen worden. „Ich hoffe, dass heute Abend nur Freudentränen fließen!“

Neubau fügt sich harmonisch in die Landschaft ein


Das Ingenieurbüro Schöne aus Minden hatte den Neubau geplant. Anfang Juni 2016 hatte der  Ausschuss für Gebäudemanagement der vorgelegten Bauplanung  zugestimmt, sodass der Abriss des alten Spritzenhauses aus den fünfziger Jahren im November erfolgen konnte. Eine Sanierung  hätte wirtschaftlich keinen Sinn gemacht, erklärte Sievering. Der Neubau  entstand in Massivbauweise aus Mauerwerk und Beton. Die Fahrzeughalle misst rund 200 Quadratmeter und bietet Platz für drei Einsatzfahrzeuge. Am Standort Uffeln sind ein Tanklöschfahrzeug, Mittleres Löschfahrzeug und ein Ölabscheider-Anhänger stationiert. Hinter der Fahrzeughalle befinden sich das große Lager, die Werkstatt und der Technikraum. Daneben schließt sich der eingeschossige Sozialtrakt an. Alle Räume sind über einen langen Flur zu erreichen. Die Umkleideräume für Frauen und Männer haben Durchgangstüren zur Fahrzeughalle und sind mit Duschen und modernen Spinden ausgerüstet, in denen die Privat- und Einsatzkleidung getrennt aufbewahrt wird. Der 57 Quadratmeter große Schulungsraum ist dank seiner drei großen Fenster lichtdurchflutet. Von hier aus hat man einen guten Blick auf die andere Weserseite mit dem Amtshaus- und Winterberg. „Ein örtlicher Möbelhersteller hat die Einrichtung für die Küche gesponsert“, so Sievering. Fahrzeughalle und Sozialtrakt sind mit flachen Satteldächern versehen. Der Neubau fügt sich gerade deshalb sehr harmonisch in das örtliche Landschaftbild ein. Außerdem sei eine Notstromeinspeisung vorhanden, erläuterte der Feuerwehrchef. Die Wehr könne die Räumlichkeiten deshalb auch bei einem Stromausfall weiterhin nutzen. 

Schmiedeeisernes Fenstergitter erinnert an das alte Spritzenhaus


Löschgruppenführer Friedrich („Fritze“) Schröder und seine 23 Aktiven zeigten sich am Freitagabend noch etwas ungläubig. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das noch erlebe“, meinte Schröder. Vertreter Sven Detering lobte die zügige Umsetzung des Bauprojektes. „Am Ende lag alles im Zeitplan und auch das Budge wurde nicht überschritten.“  Die Löschgruppenführung bedankte sich besonders bei einem örtlichen Unternehmer, der während der Bauphase ein Ausweichquartier für die Einsatzfahrzeuge zur Verfügung gestellt hatte. An das alte Spritzenhaus erinnert nur noch ein schmiedeeisernes Fenstergitter. Das hat „Fritze“ aus dem Bauschutt gerettet, an seiner Gartenhütte aufgehängt und mit Blumen bepflanzt.

                                                                                                                        Von Jens Vogelsang
                                                                                                                        (Text u. Fotos)


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Bürgermeister Rocco Wilken (l) übergibt den symbolischen Schlüssel an Wehrführer Torsten Sievering.

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KBM Wolfgang Hackländer (l) übermittelt Löschgruppenführer „Fritze“ Schröder Glückwünsche zum neuen Gerätehaus.

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Pfarrerin Renate Wefers findet während der Feierstunde besinnliche Worte.

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Sie hat ein Hibiskus-Bäumchen mitgebracht während …

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… der Löschzug-Vlotho eine riesige Feuertonne überreicht.

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Mit seinem „Generalinstandsetzungsplan“ hatte Bürgermeister a.D. Bernd Stute (l) das Bauprojekt angeschoben.

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Ehrengäste und Initiatoren freuen sich während der Einweihungsfeier gemeinsam mit
  der Löschgruppe Uffeln.
 
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Die große Fahrzeughalle bietet Platz für drei Feuerwehrautos.

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Der neue Schulungsraum lädt zum Lernen und Verweilen ein. Er ist mit der …

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… modern eingerichteten Küche und …

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… Terrasse im Außenbereich verbunden.

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Der Neubau fügt sich harmonisch in die Landschaft ein.