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Fahrsicherheitstraining

Vier Kameraden der Feuerwehr Vlotho haben mit einem Tanklöschfahrzeugen und einem Staffellöschfahrzeug an einem Fahrsicherheitstraining auf dem Gelände des Verkehrssicherheitszentrums Bielefeld teilgenommen.

Fahrsicherheitstraining

Teilnehmer: Andreas Distelmeier und Bernd Köster (beide Löschzug Vlotho mit TLF 4000) und Nicolai Betten und Sven Johanning (beide Löschgruppe Uffeln mit ihrem Staffellöschfahrzeug)

Zu Beginn kurz einige Anweisungen und Hinweise zum Ablauf sowie die Frage was wir uns von diesem Trainingstag erhoffen: „Wie reagiert das Fahrzeug; wie hat man das Fahrzeug richtig im „Griff“

Im Außengelände ging es dann darum, zunächst mit dem Fahrzeug mit 30 km/h eine ca. 200 m lange Strecke im Slalom (Verkehrsleitkegel) zu überwinden.

Eine weitere Übung war dann, das Fahrzeug aus 30 km/h mittels Vollbremsung auf Asphalt anzuhalten. Die Geschwindigkeit wurde dann jeweils um 10 km/h erhöht. Zum Schluss wurden Vollbremsungen aus einer Geschwindigkeit von fast 70 km/h geübt.

Danach musste eine Vollbremsung mit der rechten Fahrzeugseite auf Asphalt und mit der linken Fahrzeugseite auf glatter Kunststofffläche (alle Flächen wurden durchgehend bewässert, dadurch war die Kunststofffläche – im Bild die weiße Fläche vorne rechts - mit einer Eisfläche vergleichbar) durchgeführt werden. Hierbei drehten sich die Fahrzeuge, die das ABS ausschalten konnten, fast um 360°. Mit ABS wurden die Fahrzeug trotz eines leichten Rechtsdralls relativ geradeaus gehalten.

Zum Ende des Tages wurde das Ausweichen mit dem Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h geübt. Hier musste mit dem Fahrzeug auf ein Hindernis (Verkehrsleitkegel) zu gefahren werden und sobald der Trainer das Kommando gab, eine Vollbremsung mit gleichzeitigem rechts-links Lenken (also ein Spurwechsel) durchgeführt werden.

Alle Übungen wurden mehrfach von jedem Teilnehmer durchgeführt.

Es war ein sehr guter Trainingstag an dem uns viele wichtige Sicherheitsaspekte (gerade im Hinblick auf die Einsatzfahrten) ins Gedächtnis gerufen wurden. Aber auch die Funktionsweisen der Technik (ABS, ESP) kennen zu lernen war sehr interessant und gleichzeitig beruhigend. Wer es bis zu diesem Tag nicht wusste, weiß jetzt, dass man das Fahrzeug bei angemessener Fahrweise und angepasster Geschwindigkeit regelmäßig auch bei Einsatzfahrten sicher zum Stehen bringt.


Die Feuerwehr rückt im Jahr zu mehr als 200 Einsätzen aus - davon mehr als die Hälfte „Alarmfahrten“. Eine Schulung für alle Fahrer von Feuerwehrfahrzeugen ist daher gerade wegen der relativ geringen Fahrpraxis, aber doch sehr eiligen und stressigen Fahrten zum Einsatz sicherlich eine sehr gute Investition in die Sicherheit der Kameraden und in unfallfreie Fahrzeuge. Für die Zukunft ist geplant, die Kameraden zum Fahrsicherheitstraining zu schicken, die im letzten Jahr den Führerschein für LKW neu erworben haben, so der leiter der Feuerwehr, Torsten Sievering.