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Grundausbildung TM 1

TM 1


Vlotho. 18 junge ehrenamtliche Feuerwehrleute aus den Löschgruppen Bonneberg, Exter, Steinbründorf und Uffeln sowie vom Löschzug Vlotho absolvierten jetzt gemeinsam mit Wehrleuten aus den Feuerwehren Herford und Hiddenhausen ihre Grundausbildung. Am Schluss der umfangreichen Schulungsveranstaltung lobte Michael Stiegelmeier, Leiter der Feuerwehr Herford, die gezeigten Leistungen : „Mit Euch würde ich jederzeit zu einem Einsatz fahren!“
Aus der Entfernung ist das Martinhorn bereits zu hören. Wenig später sind die neun Männer mit ihrem Löschfahrzeug vor Ort. Auf einem Hallendach „brennt ein Teerkocher“.  Gruppenführer Jan-Hendrik Pieper lässt die vierteilige Steckleiter vornehmen. Schließlich meldet der Angriffstrupp: „Deckel geschlossen, Feuer erstickt!“ Dann steht nur einige Meter entfernt ein Lieferwagen „in Flammen“. Die Wehrleute entscheiden sich für einen Schaumangriff. Doch Vorsicht ist geboten, denn im Fahrzeug werden „Gasflaschen vermutet“. Am letzten Samstag absolvierten  die Feuerwehrschüler im Rahmen der praktischen Prüfung auf dem Gelände der Stadtwerke Herford an der Werrestraße eine ganze Reihe von Übungseinsätzen. Die jungen Männer zeigten dabei ihr Bestes und kamen angesichts der sommerlich warmen Temperaturen gehörig ins Schwitzen.
In den Wochen zuvor waren die Gefahren an der Einsatzstelle durch Atemgifte, Explosion, Einsturz und Elektrizität allerdings nur ein Thema. „Die Grundausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr umfasst insgesamt vier Module mit zusammen rund 160 Stunden“, erläuterte André Storck von der Löschgruppe Steinbründorf. Der Oberbrandmeister hatte die Ausbildung in diesem Jahr federführend organisiert. So wurde der Feuerwehrnachwuchs unter anderem in erster Hilfe geschult. Diesen Part übernahm das Personal der Rettungswache Vlotho. Neben den Sofortmaßnahmen am Unfallort wurde im Verlauf der Unterrichtseinheit die Menschenrettung mit der Drehleiter geprobt. Technische Hilfeleistungseinsätze bestimmen mehr und mehr den Einsatzalltag der Feuerwehr. Daher wurden die Handhabung von Kettensäge und Trennschleifer demonstriert und mit einem Mehrzweckzug Lasten bewegt. Schließlich standen zwei Schrottautos bereit, die von den Nachwuchswehrleuten mit hydraulischen Rettungsgeräten „bearbeitet“ wurden. Daneben wurde der Brand- und Löschlehre viel Zeit gewidmet, denn Wasser ist längst nicht bei jedem Feuer ein wirksames Löschmittel. Die Feuerwehrschüler lernten deshalb während des Unterrichts ebenfalls die Vor- und Nachteile der Alternativen, wie Pulver, Schaum und Kohlendioxid  kennen. Letztlich wurde der Aufbau eines Löschangriffs unzählige Male praktisch geübt - und zwar strickt nach der Feuerwehrdienstvorschrift, damit im Einsatzfall jeder Handgriff sitzt.       
„Wir haben die gesamte Grundausbildung in diesem Jahr besonders praxisnah gestaltet“, sagte André Storck. So hätten sogar Selbstrettungsübungen am Übungsturm der Kreisfeuerwehrzentrale zum anspruchsvollen Programm gehört. Für ihr Engagement wurden die Feuerwehrausbilder am Ende mit Applaus von den Lehrgangsteilnehmern bedacht. Bereits seit einigen Jahren organisieren die Feuerwehren Herford, Hiddenhausen und Vlotho die Grundausbildung ihrer Nachwuchskräfte gemeinsam.
Zu den erfolgreichen Teilnehmern der Grundausbildung (Modul 1 und 2) zählen:
Willi Kronisch, Fabian Meise, Stefan Müller, Jan Opitz, Oliver Poppensieker, Michael Repollo, Simon Steiner, Phillip Störmer, Jan Tiemann, Michael  u. Patrick Wollny (alle Feuerwehr Vlotho)
Zu den erfolgreichen Teilnehmern der Grundausbildung (Modul 3 und 4) zählen:
Manuel Besler, Nico Focke, Jonas Grabowski, Roma Dino Karl, Maksim Seller, Thomas Sellmann, Jan Peer Störmer (alle Feuerwehr Vlotho)


 
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